13.1.16

Hoffnungslied











Hoffnungslied
Es ist ein kleines Lied,
das die Hoffnung beschreibt:
Noch gestern hat sich
Nebel Straßen einverleibt,
sank auf das Pflaster, verwehrte
dem Auge und Fuß die Sicht.
Es dürsteten Blicke und Schritte
im Dunst nach Januarlicht.
Und heute ist der Abend
von hellem Schimmer bewohnt.
Das Dunkel in uns und außen
sichelt ein schmaler Mond. 


http://files.feedplace.de/lyriclove/januarlicht2.mp3

Danke an die österreichische Lyrikerin Evelyne Weissenbach für das wunderbare Einlesen des Gedichts.
Es enstand, als ca. 3000 Leipziger um ihr Stadtzentrum eine Lichterkette bildeten, während LEGIDA sich feierte und der Mob in einem der Ortsteile randalierte. 


Kommentare:

Michael Hermann hat gesagt…

Diese Zerrissenheit wird wahrscheinlich noch eine Weile bleiben.
LG,
Michael

Helmut Maier hat gesagt…

Klare Voraussicht auf Lichtmess/Imbolc! Schön! (Außer vielleicht die Winzigkeit der Verbindung von 'Füßen' und 'Sicht'.

Ganz liebe Grüße
Helmut

Elke K.-K. hat gesagt…

Lieber Helmut, während meiner Irlandzeit habe ich vom Fruchtbarkeitsfest erfahren und freue mich über die von dir hergestellte Verbindung zum Frühling.
Deinem kleinen Hinweis zur Verbindung von "Fuß und Nebel" stelle ich entgegen, dass man manchmal nicht die Hand vor dem Auge sieht bei Nebel. Auch bei jedem Schritt, den man tut, muss man genau hingucken... Im Nebel, wie im Leben. Zurzeit besonders genau!

Liebe Grüße von E.