23.6.09

μετάστάση












Bild: A. Denis, "Schrei"

μετάστάση

Deine Nachricht
wuchert
unter der Haut
Widerhaken
treiben sich
qualvoll
in den Verstand

Ahnung dornt
in jeder Pore
und Schmerz
hämmert
hilflos

gegen die
Mittsommernacht

μετάστάση, griech. :Metastase.

13 Kommentare:

manacur hat gesagt…

touchée
LG
Curt

schreibtalk hat gesagt…

Großartig, liebe Elke!

Herzlich,
ELsa

schreibtalk hat gesagt…

Liebe Elke,

Ja, ich finde es legitim, sein Eigenes lyrisch zu verarbeiten, sofern es zur Lyrik wird und nicht zum Tagebuch. Das ist hier bestens gelungen!

Herzliche Grüße
ELsa

Donna hat gesagt…

Sehr eindringlich geschrieben!

Beim Schreiben kann man sehr viel verarbeiten...

Alles Erdenklich Gute für dich - Donna

Anonym hat gesagt…

Mitsommernacht,
wie gut dass es Dich gibt,
nicht zu lange,
damit Du nicht wucherst
auch,
grade lange genug,
um das Hämmern
nicht endlos zu machen,
zu ermöglichen aber.
Alpträume aber
wären schon gar nicht
zu ertragen.

Alles Gute
Helmut

Elke K. hat gesagt…

Liebe Donna, liebe Elsa und lieber Helmut,

eure Kommentare bestätigen: Es ist nicht nur für "alte Zeiten" völlig normal, Themen wie Krankheit oder Tod in lyrische Formen zu betten. Auch heutzutage bieten diese uns Verfassern wie den Lesern die Möglichkeit der eigenen Verarbeitung oder Auseinandersetzung.

Mit einem dankbaren Nicken für euer Verstehen,

herzlichst, E.

syntaxia hat gesagt…

Wunderbar treffend, liebe Elke!!

..herzliche Grüße von Monika

Donna hat gesagt…

Es ist so still hier in deinem Blog...

Ich schicke dir liebe Grüße. Donna

Donna hat gesagt…

Einfach noch mal liebe Grüße in deinen Sommer hinein.

Ich hoffe, es geht dir gut!

LG - Donna

Anonym hat gesagt…

Liebe Elke,
bin auf Besuch gewesen in Deinen Seiten. So viel Ruhe und Stille.
Bess

Anonym hat gesagt…

Ermutigung

Diese Kanadierin
und auch
diese Kanadierin
spielen jetzt für dich.
Höre ihnen zu.
Schaue ihnen zu.
Dann gehe
durch den Abend.
Spürst du das Wasser
auf deiner Haut?
Es ist nur der Regen.
Keine Tränen mehr.
Du bist eine starke Frau.
Und jetzt setze dich
an deinen kleinen Tisch
und schreibe wieder.
Alle hier
warten darauf.

Elke K. hat gesagt…

Zwischenzeilen

Es gibt Tage,
da wurzeln
keine Worte.
Heimatlos
irren sie
über Linien
und greifen
ins Nichts.

Manche
allerdings
erden sich
unbemerkt
inmitten
der Leere
und geben
lautlos Halt.

Lieber Jörg,

hab einfach nur Dank für deine warmherzigen Worte.

Herzlichst, Elke

Helmut Maier hat gesagt…

Welch wunderschöne "Zwischenzeilen"!

Liebe Grüße
Helmut